Wie arbeitet die Niere

Was leisten unsere Nieren?

Die Nieren eliminieren überschüssiges Körperwasser und Giftstoffe.

Unsere beiden Nieren leisten mehr, als uns bewusst ist. Sie filtern 24 Stunden am Tag überschüssiges Körperwasser und Giftstoffe aus dem Blut.

Diese werden dann über den Urin ausgeschieden.

Neben der Aufgabe der „Filtration“ oder „Reinigung“ führen unsere Nieren noch weitere wichtige Funktionen aus.

Sie regulieren die Elektrolytkonzentration wie z. B. den Gehalt an Kalium und Natrium (Salz) im Blut. Die Nieren produzieren zudem Hormone, die den Blutdruck regeln, die Produktion von roten Blutkörperchen steuern und die Knochenstruktur stärken.

Behandlungsmöglichkeiten

Nierenversagen

Was passiert, wenn die Nieren versagen?

Illustration of the kidneys

Wenn die Nieren beginnen zu versagen, können sie ihre wichtigen Körperfunktionen nicht mehr im vollen Umfang wahrnehmen. Im Blut sammeln sich Körperwasser und Giftstoffe an. Dieser Zustand wird Urämie genannt.

Durch die Ansammlung von Wasser und Giftstoffen und die verminderte Produktion von bestimmten Hormonen beginnen Sie unter Umständen, sich krank zu fühlen.

Chronisches Nierenversagen (CNV) bedeutet schlicht, dass die Funktionen Ihrer Nieren so weit eingeschränkt sind, dass sie Sie nicht mehr gesund halten können. Ihr Arzt wird eng mit Ihnen zusammenarbeiten, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Beim chronischen Nierenversagen kann diese Phase mehrere Jahre dauern. Mit der Zeit werden die Nierenfunktionen durch die fortschreitende Erkrankung so weit eingeschränkt, dass eine Ersatztherapie unumgänglich wird. Dieses Stadium wird terminale Niereninsuffizienz (ESRD - End Stage Renal Disease) genannt.

Es stehen verschiedene Nierenersatztherapien zur Verfügung, bei denen die Aufgaben, die Ihre Nieren bis dahin erfüllt haben, anderweitig übernommen werden.

Phasen der chronischen Niereninsuffizienz

Die Schädigung der Nieren wird in fünf Phasen unterteilt.

Die Schädigung der Nieren wird in fünf Stadien unterteilt: Das 1. Stadium ist die leichteste Form einer chronischen Nierenerkrankung und wird vom Patienten wegen der nur schwer erkennbaren Symptome oft nicht erkannt. Das 5. Stadium wird auch als terminale Niereninsuffizienz bezeichnet und erfordert eine Transplantation oder Dialysebehandlung.

StadiumHäufige Symptome
1Keine Symptome
2Keine Symptome
3Keine Symptome oder nächtlicher Harndrang, leichtes Unwohlsein, Appetitlosigkeit
4Wie Stadium 3 plus Müdigkeit, Übelkeit, Juckreiz, Syndrom der unruhigen Beine, Atemnot
5Wie Stadium 4

Im 3. Stadium sollten Sie mindestens alle drei Monate einen Arzt aufsuchen. Im 4. und 5. Stadium sollten Sie in kürzeren Abständen Ihren Nierenfacharzt aufsuchen.

Nierenversagen - was nun?

Während der frühen Phasen der chronischen Niereninsuffizienz versucht Ihr Arzt, den Verlauf der Krankheit und den Beginn des Auftretens einiger Symptome durch eine besondere Ernährung und Arzneimittel zu verlangsamen. Diese Art der Behandlung wird „konservative Therapie“ genannt.

Wenn die Erkrankung jedoch weiter fortschreitet, müssen Sie sich einer Behandlung unterziehen, die einen Großteil der verloren gegangenen Nierenfunktionen ersetzt.

Es gibt drei unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten:

  • Nierentransplantation
  • Peritonealdialyse
  • Hämodialyse

Behandlung & Pflege
Leben mit einer Niereninsuffizienz

Risikofaktoren

Wer ist einem höheren Risiko ausgesetzt?

Die Wahrscheinlichkeit, an chronischer Niereninsuffizienz zu erkranken, wird durch bestimmte Faktoren erhöht, beispielsweise:

  • Diabetes
  • Nierenerkrankungen in der Familie
  • Hoher Blutdruck
  • Fortschreitendes Alter (ab 50 Jahren)
  • Übergewicht
  • Rauchen

Es ist sehr wichtig, Nierenerkrankungen frühzeitig zu erkennen. Bitten Sie deshalb Ihren Arzt, zu überprüfen, ob Sie auf eine chronische Niereninsuffizienz untersucht werden sollten.

Prävention

Prävention von terminaler Niereninsuffizienz

Gesunde Ernährung und Blutdruckmessgerät

Unsere Nieren scheiden überschüssiges Körperwasser und Giftstoffe über den Urin aus. Neben der Aufgabe der "Filtration" oder "Reinigung" führen unsere Nieren noch weitere wichtige Funktionen aus.

Wenn die Nieren beginnen zu versagen, sammeln sich Wasser und Giftstoffe im Blut an und es treten weitere Probleme auf, die zu einem oder mehreren der folgenden Symptome führen können:

  • Angeschwollene Hände, Füße, Beine
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen
  • etc.

Sinkt die Leistung der Nieren auf unter 10 % ihrer normalen Leistungsfähigkeit ab, müssen die Nierenfunktionen durch die Dialyse übernommen werden oder es muss eine Nierentransplantation erfolgen.
Wenn das Nachlassen der Funktionstüchtigkeit der Nieren jedoch früh genug erkannt wird, kann der Krankheitsverlauf oft durch Vorsorgemaßnahmen verlangsamt werden und in einigen Fällen ist es sogar möglich, die Nierenersatztherapie ganz zu vermeiden.

Behandlung der frühen Stadien der Niereninsuffizienz

In den frühen Stadien der Niereninsuffizienz kann die konservative Therapie, die z. B. aus einer gesunden Lebensweise, einer speziellen Ernährung und der Einnahme von Medikamenten besteht, ausreichend sein.

Ein Ernährungsberater kann Ihnen erklären, welche Nahrungsmittel Sie vermeiden müssen und welche Sie ohne Probleme zu sich nehmen können.

Ihr Arzt wird Ihnen Arzneimittel verschreiben, um die Symptome wie hohen Blutdruck und Wassereinlagerungen zu mildern. Wenn die Erkrankung jedoch weiter fortschreitet, müssen Sie sich später einer Behandlung unterziehen, die einen Großteil der verloren gegangenen Nierenfunktionen ersetzt.

Diese Vorsorgemaßnahmen können Ihnen helfen, Ihre Nieren zu schützen:

  • Regelmäßige Arztbesuche.
  • Befolgen Sie die verschriebenen Behandlungen, insbesondere wenn Sie Diabetes und/oder hohen Blutdruck haben.
  • Nierenerkrankungen können erblich bedingt sein. Teilen Sie Ihrem Arzt eventuelle Fälle in Ihrer Familie mit.
  • Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Veränderungen beim Wasserlassen wahrnehmen (z. B. Änderungen in der Urinbeschaffenheit, Schwierigkeiten beim Wasserlassen).
  • Bewegen Sie sich regelmäßig.