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HD, PD, Lipidapherese, Immunadsorption

Hämodialyse (HD)

Für Hämodialyse Behandlungen wird eine „künstliche Niere“ (Dialysator) und ein Hämodialysegerät verwendet. Während der Behandlung wird ein Teil Ihres Blutes durch ein steriles Schlauchsystem, das mit dem Dialysator verbunden ist, geleitet. Dabei werden überschüssiges Körperwasser und Abfallstoffe mit Hilfe des Dialysators aus dem Blut entfernt. Das gereinigte Blut wird durch das Schlauchsystem in Ihren Körper zurückgeleitet. Nur eine geringe Menge Blut befindet sich bei der HD-Behandlung außerhalb des Körpers. Im Durchschnitt besitzen Erwachsene zwischen vier und fünf Litern Blut, so dass die geringe Blutmenge außerhalb des Körpers leicht vertragen wird. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte unserer Patientenbroschüre „Kidney Options“.

Peritonealdialyse (PD)

Bei der Peritonealdialyse wird das Bauchfell – das Peritoneum – als natürliche Filtermembran genutzt, um das Blut zu reinigen und überschüssiges Körperwasser zu entfernen. Das Bauchfell kleidet alle Bauchorgane und die Innenwand der Bachhöhle aus. Es bildet auf diese Weise einen abgeschlossenen Raum, die sogenannte Peritonealhöhle. Durch einen dünnen Plastikschlauch (Katheter) in der Bauchdecke wird eine Dialysierflüssigkeit in die Peritonealhöhle geleitet. Die PD-Flüssigkeit verbleibt für eine Dauer von mehreren Stunden in der Bauchhöhle. Nach ein paar Stunden wird die benutzte PD-Lösung entfernt und durch frische PD-Lösung ersetzt. Dieser Prozess wird Beutelwechsel genannt und wird vier bis fünf Mal am Tag wiederholt. Weiterführende Informationen entnehmen Sie bitte unserer Patientenbroschüre „Kidney Options“.

Therapeutische Apherese

Der Begriff Apherese stammt aus dem Griechischen und bedeutet „wegnehmen“. Die therapeutische Apherese bezeichnet allgemein medizinische Verfahren, die bestimmte krankheitsverursachende Bestandteile aus dem Blut oder Blutplasma entfernen. Die therapeutische Apherese gehört zur Gruppe der extrakorporalen Blutreinigungsverfahren. Das wohl bekannteste extrakorporale Blutreinigungsverfahren ist die Dialyse, auch Blutwäsche genannt. Ähnlich der Dialyse wird bei der Apherese das Blut des Patienten außerhalb des Körpers von den krankheitsverursachenden Bestandteilen gereinigt und dann dem Patienten zurückgegeben. Das gezielte Entfernen von z.B. LDL-Cholesterin oder Antikörpern führt zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes des Patienten besonders in Fällen, in denen die Standardtherapie nicht ausreicht oder aus bestimmten Gründen, wie z.B. Medikamentenunverträglichkeit, nicht zum Einsatz kommen kann. Abhängig von der Art der Bestandteile, die aus dem Blut oder Blutplasma entfernt werden, unterscheidet man verschiedene Bereiche der therapeutischen Apherese:

  • Die therapeutische Entfernung von bestimmten Blutfetten (Lipoproteinen) wird als Lipidapherese („Fettwäsche“) bezeichnet.
  • Die Entfernung von krankheitsverursachenden Antikörpern umfasst alle Verfahren im Bereich der Immunapherese.

Lipidapherese

Mit der Lipidapherese werden Lipoproteine in einem extrakorporalen Kreislauf aus dem Blut entfernt. Sie wird eingesetzt zur:

  • Senkung von hohen LDL-Cholesterinwerten und
  • bei Patienten mit sehr hohen Lipoprotein(a)-Werten, wenn Lebensstiländerungen (Diät, Bewegung) und Medikamente nicht ausreichen.

In Deutschland werden zurzeit mehr als 1.000 Patienten mit der Lipidapherese behandelt. Die Senkung sehr hoher Konzentrationen von LDL-Cholesterin oder Lipoprotein(a) ist notwendig, weil diese Substanzen schon bei Menschen im jungen und mittleren Lebensalter an der Entstehung der Atherosklerose beteiligt sind.

Immunapherese

Die Immunapherese bzw. Immunadsorption ist eine Therapieoption bei Autoantikörper-vermittelten (oder -verursachten) Krankheiten oder einer Organtransplantation. Sie wird insbesondere bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt, die durch Autoantikörper aus der IgG-Klasse verursacht wurden und medikamentös allein nicht behandelbar sind. Durch die Immunadsorption werden Autoantikörper schnell und effizient aus dem Blutkreislauf des Patienten entfernt. Ermöglicht wird das durch eine selektive Absenkung der Konzentration der IgG-Antikörper im Blut. Weiterführende Informationen zur therapeutischen Apherese finden Sie unter www.fmc-deutschland.com