Heimdialyse

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Dialyse zu Hause durchzuführen. Normalerweise besteht die Möglichkeit, sich zwischen Peritonealdialyse (PD) und Hämodialyse (HD) zu entscheiden.

Peritonealdialyse - praktisch und flexibel

Schematische Abbildung der Peritonealdialyse

Die Dialyseflüssigkeit fließt vom oberen Beutel durch den Katheter in die Bauchhöhle, wo sie Wasser und Giftstoffe vom umliegenden Gewebe aufnimmt. Danach wird sie in den unteren Beutel geleitet.

Bei der Peritonealdialyse führt Ihr eigener Körper die Filterfunktion aus. Dabei bietet die Bauchhöhle den Raum für die Dialyseflüssigkeit und das Bauchfell, die Membran, die die Bauchhöhle auskleidet, wird als natürliche Filtermembran genutzt.

Diese Therapieform wird bereits seit 1977 als Standardbehandlung eingesetzt. Der Vorteil dieser Behandlungsmethode ist, dass Ihr Alltag nur wenig eingeschränkt wird.

Durch einen permanenten Plastikschlauch (Peritonealkatheter) in der Bauchdecke wird die Dialyseflüssigkeit in die Bauchhöhle geleitet, wo sie die Giftstoffe aus dem Blut aufnimmt. Nach einiger Zeit wird die Lösung in einen Beutel abgeleitet und durch eine frische Lösung ersetzt.

Die Befüllung und Ableitung kann entweder manuell (kontinuierliche ambulante Peritonealdialyse - CAPD) oder automatisch (automatische Peritonealdialyse - APD) vorgenommen werden. Bei beiden Methoden müssen Sie sich sicher sein, dass Sie das Verfahren durchführen können. Unsere Mitarbeiter bei NephroCare werden Sie ausreichend Schulen und Ihnen während der ganzen Zeit zur Seite stehen.

Hämodialyse – die “künstliche Niere”

Schematische Darstellung der Hämodialyse

Die Hämodialyse wird von einer „künstlichen Niere“ (Dialysator) und dem Hämodialysegerät ausgeführt.

Während der Behandlung wird Ihr Blut durch ein spezielles Schlauchsystem zum Dialysator geleitet. Der Dialysator filtert überschüssiges Körperwasser und Giftstoffe aus dem Blut und gleichzeitig werden Ihrem Blut bestimmte Stoffe (Bicarbonat) zugesetzt. Schließlich wird das gereinigte Blut durch das Schlauchsystem in Ihren Körper zurückgeleitet.

Heimhämodialyse

Behandlungen mit Hämodialyse können in einer Dialyseklinik, in einem Krankenhaus oder bei Erfüllung bestimmter Kriterien auch zu Hause durchgeführt werden. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob die Behandlung zu Hause in Ihrer Region möglich ist. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob die Behandlung zu Hause möglich ist.

Wenn Sie sich zu Hause selbst behandeln können, werden Sie monatlich untersucht, um sicherzustellen, dass die Dialyse wirksam genug für Sie ist. Ihr Arzt und das Pflegepersonal von NephroCare werden Ihnen die Ergebnisse erklären und dann mit Ihnen besprechen, ob Veränderungen an Ihrer Behandlung vorgenommen werden müssen.

Was bei der Heimhämodialyse zu beachten ist

Der Patient und unter Umständen eine weitere Person müssen erfolgreich eine sechs- bis achtwöchige Schulung absolvieren.

Der Patient profitiert von einer höheren Flexibilität hinsichtlich der Dialysezeiten, und es ist keine Beförderung zu einem Dialysezentrum nötig. Es besteht ein Angebot an zahlreichen alternativen Behandlungsmöglichkeiten.

Das Dialysegerät muss zu Hause an die Strom- und die Wasserversorgung angeschlossen werden. Dafür müssen eventuell neue Strom- und Wasseranschlüsse installiert oder bereits vorhandene modifiziert werden.

Die Hämodialysemaschine, das Wasseraufbereitungsgerät und das medizinische Zubehör benötigen ausreichend Platz.

Unterschiedliche Optionen für die Heimhämodialyse

Zeit, Länge und Häufigkeit der Heimhämodialyse hängen vom medizinischen Zustand und der Lebensführung des Patienten ab.

  • Bei der konventionellen Heimhämodialyse wird die vier- bis sechsstündige Behandlung tagsüber dreimal pro Woche durchgeführt.
  • Bei der nächtlichen Heimhämodialyse wird die Behandlung, während der Patient schläft durchgeführt. Die Dialyse erfolgt entweder jede Nacht oder jede zweite Nacht für acht bis zehn Stunden.
  • Kurze tägliche Heimhämodialysen werden fünf bis sieben Mal wöchentlich für jeweils zwei bis drei Stunden durchgeführt.